Haben Sie Husten und Fieber, sind Sie zudem schlapp, dann kann dahinter eine Lungenentzündung stecken. Bekommen Sie schlecht Luft, leiden Sie unter Schüttelfrost und haben zudem Auswurf, dann sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

Eine Lungenentzündung kann tödlich sein

Jede dritte Lungenentzündung wird im Krankenhaus behandelt, weil sie tödlich sein kann. Menschen, die beispielsweise an Herzinsuffizienz oder COPD leiden, haben ein geschwächtes Immunsystem. Diese Personen sind besonders gefährdet. Jedoch auch Babys und Kleinkinder. Gerade im Herbst und Winter, nach einem Rachenkatarrh, ist eine Lungenentzündung möglich. Auslöser sind dann die Bakterien Pneumokokken oder Viren.

Die Übertragung

Die Erreger einer bakteriellen Lungenentzündung werden durch Tröpfcheninfektion übertragen. Nicht jeder Erreger löst eine Pneumonie aus. Sind die Lungenbläschen und das Lungengewebe entzündet, dann ist die Krankheit akut. Eine Blutuntersuchung und das Röntgen der Lunge geben dem Arzt Gewissheit.

Antibiotika helfen – falls Bakterien die Lungenentzündung verursachen

Eine durch Bakterien ausgelöste Lungenentzündung kann mit passenden Antibiotika behandelt werden, die eine Woche lang genommen werden. Bei einer durch Viren ausgelösten Lungenentzündung helfen keine Medikamente. Nur das Fieber wird gesenkt.

Vorbeugen durch Impfung

Bei einer Lungenentzündung fällt das Atmen schwer und es kann zu einer Blutvergiftung (Sepsis) kommen. Eine Impfung gegen Pneumokokken, Erreger der bakteriellen Lungenentzündung, empfiehlt sich für die über sechzigjährigen und chronisch Kranken. Nicht zu rauchen und sich Obst und Gemüse zu ernähren. Regelmäßige Bewegung stärkt das Immunsystem.

COPD

Die Lungenkrankheit COPD ist nicht heilbar. Falls Sie nach jahrelangem Konsum von Zigaretten Atembeschwerden haben, husten müssen und Kurzatmigkeit sind, sollten Sie zum Arzt gehen. Denn in Deutschland haben fünf Millionen Menschen COPD.
Bei COPD altert die Lunge

Die Lunge ist chronisch krank, gealtert und die Atemwege sind entzündet – eine Heilung ist nicht möglich. Raucher und Passivraucher können erkranken. Genauso Menschen, die am Arbeitsplatz Schadstoffen ausgesetzt sind. Durch den Rauch sind die Flimmerhärchen der Schleimhaut in den Atemwegen kaputt. Viele haben COPD und wissen es nicht. Lassen Sie daher Ihre Lunge testen.

Fragen Sie den Lungenfacharzt – den Pneumologen

Der Pneumologe kontrolliert das Atemvolumen, den Atemwiderstand und die Lungenkapazität und einen Belastungstest. Bei COPD sollten Raucher auf Inhalationsrauchen verzichten. Medikamente gegen Atembeschwerden werden inhaliert, damit sie die Lunge erreichen.
Auf Sport nicht verzichten

Betroffene lernen das Atmen, falls sich der Zustand verschlechtert und sie außer Atem sind. Sinkt die körperliche Belastbarkeit, dann führt das zu einer Verschlechterung der Lungenfunktion. Betroffene sollten sich trotzdem angemessen sportlich bewegen.
Tuberkulose

Tuberkulose oder TBC kommt in Deutschland nur noch selten vor. Sie ist eher in den ärmeren Regionen auf der Welt zu finden. So erkrankten im Jahr 2015 laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) über zehn Millionen Menschen an TBC.
Hohe Ansteckung möglich

Bei der offenen Tuberkulose ist die Ansteckungsgefahr groß. Jedoch bedeutet ein positives Testergebnis im Blut nicht, dass die Person erkrankt ist. Denn fast ein Drittel der Bevölkerung ist mit den Erregern infiziert. Ein geringer Teil der Menschen entwickelt Tuberkulose, auch wenn das Immunsystem intakt ist. Tuberkulose wird durch Tröpfcheninfektion übertragen, wenn die Erreger aus dem Patienten herauskommen – dann heißt die Krankheit offene TBC. Der intensive Kontakt mit einem Erkrankten erhöht die Ansteckungsgefahr. Die Inkubationszeit dauert acht Wochen, erst danach ist der Erreger im Blut nachweisbar.

Tuberkulose ist meldepflichtig

Tuberkulosefälle nehmen auch in Deutschland zu und 2015 verstarben sogar 105 Menschen an TBC. Um die Erreger zu besiegen, sind vier Antibiotika notwendig. Die sechsmonatige Therapie ist sehr teuer, besonders wenn die Bakterien nicht auf die Medikamente anschlagen. Die Erkrankung ist meldepflichtig.

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