Viele Parfums enthalten Stoffe, die sich im Fettgewebe absetzen. Das kann sich negativ auf die Leber auswirken. In Tierversuchen konnten Forscher erkennen, dass die Stoffe das Fortpflanzungssystem beeinträchtigen. Dabei ist es egal, ob es sich um teure oder preiswerte Produkte handelt, die bedenkliche Stoffe enthalten. Über die Inhaltsstoffe erhalten Sie auf der Verpackung nähere Auskünfte.

Der Weg des Quecksilbers

Wenn beispielsweise ein Vulkan ausbricht, dann gelangt auf diesem Weg Quecksilber in die Atmosphäre. Zudem ist Quecksilber im Boden enthalten und kann sich von dort aus freisetzen. Die Hälfte des Quecksilbers bringt der Mensch in den Umlauf – hauptsächlich in den Entwicklungsländern, fast 2000 Tonnen im Jahr. In Asien ist der Betrieb der Kraftwerke mit Kohle der Grund. Das Quecksilber überwindet in der Luft Grenzen. Ein Jahr lang verweilt es in der Atmosphäre und geht mit anderen Stoffen eine Verbindung ein. Zum Beispiel wird es mit Brom wasserlöslich und setzt sich so in der Erde und im Meer ab. Mikroorganismen verändern den anorganischen Zustand des Metalls in Methylquecksilber und das verbleibt im Organismus. Das Gift gelangt in die Blut-Hirn-Schranke und die Plazenta-Barriere.

Schwangere essen keinen Thunfisch

Die Nahrungskette enthält das Gift, sodass auch Thunfische, Dorsch und Hai betroffen sind. Es schädigt neben Immun- und Fortpflanzungssystem das zentrale Nervensystem. Ungeborene Kinder sind gefährdet, weshalb Sie als Schwangere auf den Fisch verzichten sollen.

Die Pille – umstrittene These

Frauen werden nach Einnahme der Pille dick. Dieser Aussage gingen Forscher nach. Das Fortpflanzungssystem der Rhesus-Affen ist mit dem der Menschen vergleichbar. Deshalb wurden zwei Gruppen miteinander verglichen. Die einen mit Übergewicht und die anderen normalgewichtig. Achte Monate lang bekamen die Tiere eine orale Empfängnisverhütung. Die Bedingungen entsprachen denen der Frauen, die mit der Pille verhüten. Im Verlauf des Tests wurden bestimmte Daten genau dokumentiert. Gewicht, Nahrung, Bewegung, Körperfett und Muskelmasse wurden verglichen. Schließlich konnte bei den normalgewichtigen Affen keine Gewichtszunahme festgestellt werden. Der Test kam zu dem Ergebnis, dass die übergewichtigen Affen bei gleichbleibenden Verhältnissen abnahmen. Als Grund konnte ein erhöhter Stoffwechsel festgestellt werden.

Aus dem Testergebnis geht klar hervor, dass Frauen nicht durch die Einnahme der Pille zunehmen. Allerdings nehmen viele Menschen im Laufe der Zeit eher an Gewicht zu als ab. Wahrscheinlich machen diese Frauen daher die Einnahme der Pille für die Gewichtszunahme verantwortlich.

Späte Mütter leben länger

Die biologische Uhr tickt. Es wird Zeit die Kinder zu bekommen, bevor die Mutter zu alt ist. So oder ähnlich ist die überwiegende Meinung in der Bevölkerung. Doch Frauen, die mit dreiunddreißig Jahren oder später Kinder gebären, leben länger. Da der Abbau des Körpers mit dem Alter des Fortpflanzungssystems zusammenhängt.

In Boston haben sich Wissenschaftler mit der Vermutung beschäftigt, dass späte Mütter länger leben. Um das herauszufinden, hat das Team die Daten von 462 Frauen verglichen. Sie interessierten sich für die Geburt des letzten Kindes und das Alter der Mutter. Diejenigen, die ihr Kind nach dem dreiunddreißigsten Lebensjahr gebaren, wurden doppelt so oft fünfundneunzig Jahre oder älter als die Frauen, die mit neunundzwanzig Jahren Mutter wurden. Sind Frauen noch spät gebärfähig, dann altern der Körper und das Fortpflanzungssystem langsam. Die Untersuchung kann auch Aussagen über Frauen machen, die einhundert Jahre alt geworden sind. Denn unter den hundertjährigen Frauen sind auffallend viele Mütter vertreten, die mit vierzig Jahren ein Kind geboren hatten.

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