Ein Erreger mit dem Namen Helicobacter Pylori gilt als Verursacher für die unterschiedlichsten Arten von Magenbeschwerden. Dazu gehören Magengeschwüre, Magenschleimhautentzündung oder Magenkrebs.

Eine Studie mit 6000 Mitarbeitern eines Chemiekonzerns kommt zu dem Ergebnis, dass mit der Behandlung des Bakteriums viele Mitarbeiter schmerzfrei sind. Während der Studie sind 40 Prozent der Personen helicobacterpositiv. Wobei jede dritte Person Oberbauchbeschwerden hatte. 32 Kranke wurden behandelt und waren ein Jahr ohne Keime. Davon hatten 27 Personen keine Beschwerden mehr.

Ist die Magenschleimhaut entzündet, dann kann das eine Gastritis sein. Eigentlich schützt die Schleimschicht die Wände vor der Magensäure. Eine Gastritis macht sich durch Bauchschmerzen und Übelkeit bemerkbar. Bei einer akuten Gastritis dürfen Sie keinen Alkohol trinken und keine Zigaretten rauchen. Der Arzt setzt Protonenpumpenhemmer ein, die die Produktion der Magensäure verhindern. Nach einer überstandenen Gastritis erhöht sich die Gefahr für Magenkrebs.

Wie eine Gastritis entsteht

Es gibt eine akute und eine chronische Entzündung. Die akute Form entwickelt sich durch Pilze oder Viren, eine Vergiftung durch Nahrungsmittel oder Stress. Alkohol und Zigaretten oder fettige gewürzte Gerichte sind genauso Auslöser für Entzündungen. Die chronische Gastritis entwickelt sich schleichend. Bei fünfundachtzig Prozent der Erkrankungen ist eine Infektion mit Helicobacter Pylori der Grund. Das Bakterium behindert die normale Magensäureproduktion. Helicobacter Pylori ist in Deutschland die Ursache für Magenschleimhautentzündungen. Selten ist eine Autoimmunerkrankung der Grund für eine chronische Gastritis. Doch auch die Einnahme von bestimmten Medikamenten kann auf Dauer die Magenschleimhaut zerstören.

Das sind die ersten Anzeichen

Die Schmerzen einer Gastritis können sowohl sehr stark als auch sehr schwach sein. Zum Teil sind auch gar keine Schmerzen zu spüren. Die akute Gastritis zeichnet sich durch plötzliche Bauchschmerzen, Rückenschmerzen, Erbrechen oder Blähungen aus. Auch Aufstoßen und ein vermindertes Hungergefühl zählen zu den Symptomen. Nach Blut im Stuhl oder Mund ist sofort ein Arzt aufzusuchen. Alle diese Anzeichen sind jedoch nicht eindeutig für eine Gastritis. Haben Sie Schmerzen im Oberbauch, die auch nach einem Monat noch anhalten, sollte, Sie unbedingt zum Arzt gehen. Der Mediziner wird Ihnen Fragen zu Ihrer Ernährung stellen. Er will wissen, ob Sie Raucher sind und Sport treiben. Er wird Ihren Bauch abtasten und eine Untersuchung mit Ultraschall durchführen. Die Blutuntersuchung klärt, ob Antikörper gegen Erreger gebildet wurden. Wenn Sie einen Atemtest machen, kann eine Infektion mit den Bakterien Helicobacter Pylori festgestellt werden. Ob es bereits zu inneren Blutungen gekommen ist, klärt eine Stuhlprobe. Schließlich kann der Arzt während einer Magenspiegelung eine Gewebeprobe entnehmen. Findet der Arzt den Grund für Ihre Gastritis heraus, dann ist die Erkrankung behandelbar. Allerdings ist die Autoimmungastritis nicht heilbar. Aus einer nicht behandelten Gastritis kann sich ein Magengeschwür bilden.

Anhand von fünf oder sechs Fragen können Sie den Test machen um herauszufinden, ob eine Gastritis vorliegt. Die Fragen beziehen sich beispielsweise auf die Art der Schmerzen. Wenn der Magen drückt und Ihnen schlecht ist, dann ist daran womöglich das Essen schuld. Doch die Beschwerden können auch auf eine Erkrankung hinweisen. Der Test klärt auf. Sodbrennen und Magenschmerzen deuten darauf hin, dass der Magen beschädigt ist. Der Test ersetzt keine ärztliche Untersuchung. Falls Sie Magenprobleme haben, dann sollten Sie sich in ärztliche Behandlung begeben.

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